ST!MMT N!CHT

Ein Projekt in nur 48 Stunden

Arbeiten wie im Tunnel
Geschrieben von Andreas Simon

Normalerweise vergeht bei mir von der ersten Idee, über die Ausarbeitung und Planung, bis hin zur Umsetzung und Fertigstellung einer Seite viel Zeit. Es geht aber auch alles viel schneller. Das folgende Projekt ist in nur 48 Stunden entstanden. Es dient mir als Testballon für ein etwas größeres, noch in Planung befindliches Projekt.

Ideen sammeln und entwickeln

Wenn man sich intensiv mit dem Thema Geld verdienen im Internet beschäftigt, dann mangelt es in der Regel nicht an Ideen. Im Alltag begegnen einem alleine so viele Dinge, die zu einer neuen Konzeptidee führen. Alles umsetzen kann man sicherlich nicht, aber ich halte zunächst jede Idee in meinem Ideenbuch fest. Egal wie sinnvoll sie ist. Dazu notiere ich alle Gedanken die mir zu der Idee spontan aufkommen, damit ich später besser ansetzen kann und nichts in Vergessenheit gerät. Das ist wichtig, da ich im Normalfall nicht sofort mit der Umsetzung beginne, sondern erst mit etwas Abstand wieder herangehe.

Für die Ausarbeitung einer Idee zu einem echten Projekt sollte man sich auf jeden Fall viel Zeit nehmen. Zunächst muss die Idee zu einem kleinen Konzept weiterentwickelt werden. Ich mache dies meist in mehreren Schritten und lege die Sachen zwischenzeitlich auch mal länger zur Seite. So kann man alles sacken lassen, Dinge hinterfragen und gegebenenfalls abändern.

Das fertige Konzept sollte vor der Umsetzung dann in jedem Fall auch auf seine Machbarkeit überprüft werden. Dieser Teil des Weges bis zum Projektstart ist eigentlich noch wichtiger als die Ausarbeitungsphase. Was möchte ich mit dem Projekt erreichen? Wie viel Aufwand ist mit dem Projekt verbunden? Wie groß ist das Potenzial der Idee? Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Diese und weitere Fragen sollte man ganz eindeutig positiv beantworten können, bevor man an die Arbeit geht. Die Einschätzungen müssen wirklich ehrlich und realistisch gemacht werden. Manchmal ist es wirklich besser eine Idee wieder fallen zu lassen, anstatt viel Zeit und Arbeit zu verschwenden.

Ein schnelles Projekt

Das ist grob umschrieben mein gängiger Workflow für die Projektentwicklung. Genauso typisch für mich ist aber auch, dass ich Dinge ab und zu ganz anders mache. In den letzten Wochen war ich in der Planung für ein Social Media Projekt, auf das ich im Moment noch gar nicht näher eingehen möchte. An einigen Stellen der Ausarbeitung standen Entscheidungen an, bei denen ich unschlüssig war. Grundsätzliche Dinge, die viel Einfluss auf weitere Arbeitsschritte hätten und nur mit viel Aufwand wieder zu korrigieren wären. Dies sind solche Punkte, an denen ich die weitere Entwicklung vertage und mit frischen Kopf erneut an die Fragestellungen herangehe.

Eine Seite in nur 48 Stunden

In diesem Fall fiel mir eine andere Idee ein, die ich vor längerer Zeit hatte. Sie dreht sich im weitesten Sinne ebenfalls um soziale Netzwerke und dient mir ab jetzt dazu, die Dinge auszutesten, die ich in anderen Projekten nicht falsch machen möchte. Zugegeben von der ersten Idee bis zur fertigen Seite hat es also nicht nur 48 Stunden gedauert. Aber als ich mich an den Rechner gesetzt habe um die WordPress-Installation einzurichten war auch nicht geplant, dass die Seite zwei Tage später schon komplett steht.

Vereinfacht wurde die Sache dadurch, dass ich schon vor Monaten eine Domain zu dieser Idee registriert hatte. Das mache ich in der Regel, wenn es eine absolut passende Webadresse dazu gibt, die ich auf jeden Fall verwenden möchte. Außerdem hatte ich bereits für das andere Projekt ein Template gesehen, das mir sehr gut gefiel, aber nicht ganz den Anforderungen in diesem speziellen Fall genügte. Für meinen „Testballon“ war es aber wie geschaffen.

Viele Webdesigner und Entwickler werden es kennen. Manchmal geht nichts, aber manchmal läuft es einfach. Dann ist man wie im Tunnel und muss immer weiter machen bis man durch ist.

Das Seitenthema

In beiden Fällen, also dem „Großprojekt“ und der Testseite, geht es also um Social Networks. Um genau zu sein darum, wie viel Traffic man aus einem solchen Netzwerk heraus leiten kann. Schließlich ist die Monetarisierung im Netzwerk selbst deutlich schwerer als auf einer eigenen Seite. Es gibt verschiedene Strategien. Eine davon soll mein Testprojekt „ST!MMT N!ICHT“ ausprobieren.

Thematisch geht es dabei um Irrtümer im Alltag. Dinge die man für selbstverständlich richtig hält, die aber so gar nicht stimmen. Die Seite selbst ist also eine nicht wirklich ernst zu nehmende „Wissenseite“, die im Prinzip lösgelöst von jeglichen Social Media Kanälen stehen kann. Sie dient als Ziel für den möglichen Traffic aus den Netzwerken heraus. Da auf einer informationslastigen Webseite bei den Besuchern in der Regel nur eine geringe Kaufabsicht herrscht, lässt sie sich nur schwer monetarisieren. Das ist der Grund warum sie bisher nicht von mir umgesetzt worden ist. Einnahmen sind aber jetzt auch nicht das primäre Ziel. Es gilt ja nur den Traffic aufzufangen.

Die Stratigie dabei wird sein, einen solchen Alltagsirrtum auf einem auffälligen Bild im sozialen Netzwerk zu benennen und die Auflösung bzw. Richtigstellung auf der eigenen Webseite zu geben. Interessant wird für mich also sein, wie viel Aufmerksamkeit man so im Netzwerk erzeugen kann und vor allem wie hoch parallel dazu der Traffic der Seite ausfallen wird. Wichtig ist mir in diesem Fall aber gar nicht unbedingt sehr hohen Traffic zu generieren, sondern zu sehen wie das Verhältnis der Nutzerzahlen innerhalb und außerhalb des Netzwerks sein wird. Sicherlich werden die Werte erst ab einer gewissen „kritischen Masse“ aussagekräftig sein. Daher muss ich schon ein wenig Aufwand in die Sache stecken.

Da es sich um eine auf Bildern basierende Social Media Strategie handelt, kann man durchaus den Schritt in Netzwerke jenseits von Facebook wagen. Einige sind für mich tatsächlich Neuland. Aber gerade das war ein weiterer Grund, warum ich zunächst ein kleineres Projekt voranstellen wollte. So kann ich meine eigenen Erfahrungen mit den Plattformen machen und deren Potenzial ausloten.

Welche Netzwerke ich ausgewählt habe, stelle ich in einem gesonderten Artikel vor.

Bis Weihnachten werde ich nun die Seite mit zahlreichen Irrtümern befüllen und die Social Media Seiten starten. Wer möchte kann die Entwicklung auf der Seite unter www.stimmt-nicht.de verfolgen.

2 Kommentare

  • Ich hatte ein in etwas ähnliches Projekt gehabt was ich einige Jahre geführt hatte. Da dein primäres Ziel Traffic ist kann ich sagen das zumindest das gut funktioniert hat. Jedoch war es absolut nicht zu monetarisieren. Nichtmal adsense hat Klicks gebracht. So hab ich es dann doch dieses Jahr einstellen müssen.

    btw.
    Da scheint ein Shortcode nicht zu funktionieren – [sc:AdSenseResponsive ]

    Viele Grüße
    Sascha

    • Hallo Sascha

      Ja die Monetarisierung stelle ich mir tatsächlich problematisch vor. In diesem Fall weiß ich noch gar nicht, ob ich überhaupt Einnahmequellen einbauen werde. Ich finde die Frage dennoch spannend, wie gut sich der Traffic herausleiten lässt und welche Netzwerke sich mehr lohnen als andere.

      Die Shortcodes funktionieren leider alle nicht, da das Plugin Shortcoder nicht mit der neuen WordPress Version kompatibel ist. Ich hatte gehofft, dass es schnell ein Update des Plugins geben wird. Da aber bisher keins kam habe ich jetzt das Plugin gewechselt.

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