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Frühjahrsputz – Alte Zöpfe abschneiden – Meine Pläne für 2016

Social Media Neuanfang
Geschrieben von Andreas Simon

Am Beginn eines Jahres sollte man sich zumindest grob Gedanken machen, wie die kommenden 12 Monate mit Arbeit gefüllt werden sollen. Auch ich habe dies getan und mich, teilweise unfreiwillig, für eine relativ drastische Neuausrichtung entschieden. Was mich zu dieser Entscheidung gebracht hat und was ich in 2016 plane, werde im folgenden Artikel kurz beleuchten.

Probleme zum Jahreswechsel

Die Tage nach Weihnachten sind in der Regel relativ ruhig und eignen sich daher gut, um die Planung für das kommende Jahr zu machen. Auch ich hatte mir einige Gedanken gemacht, wie ich die nächsten 12 Monate angehen möchte. Aber wie so oft kommt dann alles ganz anders, als man denkt.

Zunächst gab es ein kleineres urheberrechtliches Problem, das sehr kulant aus der Welt geschafft werden konnte. Es ging um einen Screenshot, den ich hier im Blog verwendet hatte. Auf den genauen Sachverhalt möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht näher eingehen. Für mich entstand aus dieser Abmahnung aber ein grundsätzliches Problem. Nach einigen Gesprächen mit dem Medienrechtsanwalt meines Vertrauens, Frank Utikal, musste ich einige Projekte hinterfragen. Denn wie ich feststellen musste begibt man sich bei der Verwendung von Screenshots auf sehr unsicheres Terrain. Ich werde in den nächsten Tagen noch ausführlicher auf die Problematik eingehen.

Das zweite Problem war dann eher technischer Natur. Leider gab es im neuen Jahr ein gravierendes Problem mit dem Server, auf dem einige meiner Projektseiten lagen. Lagen deshalb, weil ich zwei der Seiten mittels Backups nicht wieder vollständig online stellen konnte. Leider handelte es sich dabei um zwei meiner wichtigsten Seiten.

Spätestens da war es an der Zeit meine gesamten nebenberuflichen Aktivitäten zu überdenken und neu zu planen. Nachdem der erste Ärger verraucht war, entschied ich mich alles auf den Prüfstand zu stellen und zu schauen welche Projekte überhaupt noch Sinn machen und was ich in Zukunft angehen will. Normalerweise tue ich mich sehr schwer damit Seiten aufzugeben, aber es war der richtige Zeitpunkt um alte Zöpfe abzuschneiden und mich von einigen Projekten zu verabschieden.

Die Zeit als wichtigster Faktor

Sicherlich wäre es mir auch möglich gewesen, alle Seiten wieder vollständig herzustellen. Allerdings hätte mich das viel Zeit gekostet. Zeit, die ich einerseits schon einmal investiert hatte und die ich zum anderen ohnehin kaum habe. Schon jetzt betreibe ich viele Projektseiten. Nicht nur solche, über die ich hier im Affiliate Tagebuch berichte.

In meinen Berichten habe ich ja bereits des öfteren erwähnt, dass ich für viele Projekte nicht die Zeit aufbringen kann, die sie eigentlich benötigen würden. Daher schöpfen die wenigsten meiner Seiten ihr Potenzial aus. Das ist einerseits frustrierend, andererseits möchte ich aber auch ständig neue Dinge ausprobieren und die Vielzahl meiner Ideen umsetzen. Für mich ist ja eher der Weg das Ziel.

So schade es auch um die bisher investierte Zeit war, einige Projekte bleiben ab jetzt offline. Mir ist schon immer bewusst gewesen, dass man als Einzelkämpfer nur eine begrenzte Anzahl von Projekten betreuen kann. Das mag bei klassischen Nischenseiten nochmal eine andere Sache sein, aber meine Projekte haben ja in der Regel zumindest einen kleinen kontinuierlichem Pflegebedarf.

Alte Projekte aufgeben

Wie gesagt ich habe also einige Projekte aussortiert und komplett gelöscht. Darunter vielen auch meine zwei Blogs, die ich in den vergangenen Jahren mehr aus Spaß am Schreiben gestartet hatte. Das „Webdesign Tagebuch“ und die „Werbewahrheiten“ sind als erstes von mir aus dem Netz genommen worden. Beide wurden nur sehr sporadisch von mir mit Inhalten gefüllt und gehörten damit in die Kategorie Hobby. Da ich beschlossen habe, dass ich in solche Seiten keine Zeit mehr investieren möchte, mussten sie als erstes weichen. Außerdem hatte ich hier zahlreiche Screenshots eingestellt, für die ich nicht unbedingt weitere Abmahnungen riskieren wollte. Der Abschied viel mir daher gar nicht so schwer.

Wirklich bitter war hingegen der Verlust meiner Projektseite der letzten Nischenseiten Challenge. Meine Infoseite zum Thema Schielen lag auf besagtem Server. Leider waren beide von mir erstellten Datenbank-Backups fehlerhaft. Daher ließ sich die Seite nicht mehr vollständig herstellen. Ich habe zwar noch alle Inhalte, aber aktuell ist mir der Aufwand einfach zu hoch, diese in die alte Form zu bringen. Die Seite hat zwar nach knapp einem Jahr wenig eingebracht, aber sie war klar auf dem aufsteigenden Ast. Außerdem hatte ich eigentlich viel Herzblut in die Erstellung gesteckt. Die Entscheidung viel mir wirklich schwer.

Die zweite Seite, die ich nicht vollständig herstellen konnte war Duelworld. Auch hier war keines der Backups aus 2015 funktionstüchtig. Zumindest konnte ich den deaktivierten Shop und alle Infoseiten wieder ins Netz stellen um Google vorübergehend themenrelevante Inhalte zu bieten. Ich plane daher in näherer Zukunft den Blogbereich wieder einzustellen. Vielleicht finde ich sogar einen „Ghostwriter“, der diesen weiterführen möchte.

Ein anderes Projekt, das eigentlich kurz vor der Fertigstellung war, liegt nun auf Eis. Durch die Problematik mit den Screenshots bin ich hier etwas vorsichtig. Einige Rechtsunsicherheiten müssen erst geklärt werden, bis ich „WebFaktorei“ weiterführe. Aus ähnlichen Gründen habe ich noch zwei weitere Seiten komplett gelöscht, über die ich hier im Tagebuch gar nicht berichtet hatte.

Es sind also wie man sieht nicht viele meiner bisherigen Projekte übrig geblieben. Einzig „Fernbus Reisen“ läuft ohne viel Aufwand sehr gut und bleibt erhalten. Durch die gewonnene Zeit will ich hier aber wieder öfter kleine Artikel einstellen. Außerdem soll ein Bereich mit Empfehlungen entstehen.

Frei machen von Google – Alternative Traffic-Quellen anzapfen

Es ist also tatsächlich ein großer Umbruch. Vieles ist weggefallen, aber auch einiges im Hintergrund angelaufen. Zu konkreten Projekten möchte ich noch nichts verraten, da ich diese sicherlich noch im einzelnen vorstellen werde. Grundsätzlich möchte ich dieses Jahr aber nutzen um eine ganz andere Strategie auszuprobieren. Und zwar möchte ich mich frei machen von der Abhängigkeit zu Google. Ein Jahr lang richte ich mein Augenmerkt bei der Projektentwicklung nicht auf die Suchmaschine mit den bunten Buchstaben. Ich möchte andere Quellen, insbesondere Social Media, nutzen. Es wird im Grunde ein Langzeitexperiment.

Ein Neuanfang heißt nun mal neue Seiten. Meiner Erfahrung nach ist es gerade am Anfang immer mühselig sich bei Google bekannt zu machen, die Seite für die Suchmaschine zu optimieren, Backlinks zu setzen und und und. Ein Großteil der Zeit bei der Erstellung einer neuen Webseite fließt in die Optimierung für Google. Selbstverständlich hat das auch einen guten Grund. Google liefert im besten Fall schließlich eine Menge Traffic. Nur trifft dieser Fall nicht immer ein.

Ich habe also nun einige neue Seiten mit einem ganz anderen Fokus geplant und teilweise sogar schon fertig. Ohne den Aufwand der Suchmaschinenoptimierung ist man einfach deutlich schneller in der Umsetzung. Lässt man einfach mal Google außen vor, dann merkt man erst, wie viel man eigentlich nur für Suchmaschinen und eben nicht für echte Nutzer tut. Man kann bereits bei den Templates viel freier auswählen. Inhalte können ganz anders gestaltet werden und man muss nicht ganz so textlastig arbeiten.

Es geht also alles viel schneller. In nur einem Monat sind bereits drei Webseiten mit ihren zugehörigen Seiten in den gängigen Netzwerken entstanden und eine weitere ist kurz vor dem Start. Natürlich gibt es aber auch eine Kehrseite der Medaille. Denn schließlich sind diese Seiten nie wirklich fertig. Um Traffic über Facebook und Co zu bekommen müssen ständig neue Inhalte eingestellt werden. Dies lässt sich aber flexibel und zeitlich unabhängig vorarbeiten. Davon abgesehen macht diese deutlich andere Herangehensweise an Projekte wirklich Spaß und ist eine Abwechslung zur bisher etwas eintönigen Art der Projektentwicklung.

Ausblick

Mein Jahr wird nach dem enttäuschenden Start also ein kleines Experiment. Ich erwarte von den einzelnen Social Media Seiten gar nicht so viel. Viel mehr geht es für mich darum, mich im diesem Bereich weiterzubilden. Ich hatte viele der neueren Netzwerke wie Instagram und Pinterest viel zu lange links liegen gelassen und muss mich hier endlich mit beschäftigen. Ich habe in den wenigen Wochen schon eine Menge dazugelernt und es kommen täglich neue Dinge hinzu. Neben der neuen Motivation, die ich durch den radikalen Umbruch und die Entscheidung zum Experimentieren gewonnen habe, sind die bisherigen Aktivitäten aus Sicht der Weiterbildung schon jetzt ein echter Gewinn.

Ich freue mich auf 2016 und viele neue Seiten.

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