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Google verändert seine Ergebnisseiten

Suchergebnisse und Anzeigen verschwimmen
Geschrieben von Andreas Simon

In den letzten Tagen konnte man viel über die Veränderungen an den Google-Suchergebnissen lesen. Anzeigen und organische Ergebnisse werden immer mehr verschwimmen. Für mich eine Bestätigung, dass meine Fokussierung auf alternativen Besucherquellen nicht die schlechteste Idee war.

AdWords Anzeigen verdrängen die Suchergebnisse

Eine deutliche Veränderung der Ergebnisseiten der Google-Suche hat es bereits gegeben. Die rechte Spalte wurde aufgelöst und die Werbeanzeigen sind verschwunden. Zunächst könnte man dies ja als positiven Schritt sehen, doch die Änderung bringt zwei negative Aspekte mit sich.
Zunächst schafft diese Maßnahme den Platz um zu immer mehr Suchanfragen den „Knowledge Graph“ einzublenden, der direkt detaillierte Informationen liefert. Ein Klick auf einen der Links wird dadurch häufig gar nicht mehr nötig.

Außerdem hat Google im gleichen Zug eine vierte Anzeige oberhalb der Suchergebnisse eingeführt. Die Tatsächlichen Suchergebnisse werden damit weiter aus dem sichtbaren Bereich gedrängt und verlieren im Vergleich zu den Anzeigen weiter an Bedeutung. Selbst auf Position 1 ist man künftig also nur noch der fünfte Eintrag auf der Seite.

Anzeigen sollen weniger gekennzeichnet werden

Einige Nutzer haben jetzt offenbar eine weitere Neuerung registriert, wie verschiedene Medien-Webseiten berichten. Demnach soll nicht mehr jede Anzeige einzeln als solche gekennzeichnet werden, sondern nur der Gesamte Werbeblock. Die vier Adwords-Anzeigen werden in diesem Fall nur noch durch eine Linie von den organischen Suchergebnissen getrennt und sind optisch kaum mehr zu unterscheiden.

Beide Maßnahmen zusammen würden die tatsächlichen Suchergebnisse deutlich abwerten und zu einem spürbar sinken Besucherstrom führen. Mit neutralen Suchergebnissen hätte dies in jedem Fall nichts mehr zu tun.

Alternativen könnten wichtiger werden

Google wird sicherlich trotzdem weiter den größten Traffic-Lieferanten darstellen. Trotzdem könnten alternative Besucher-Quellen immer wichtiger werden. Mein Ansatz dieses Jahr eben genau den Fokus in diese Richtung zu setzen scheint also gar nicht so falsch zu sein. Zumal meine Projekte bisher langsam aber stetig wachsen, ohne Rücksicht auf Google zu nehmen.

4 Kommentare

  • Ich finde es nicht gerade Sinnvoll von Google sich mit seinen Anzeigen so in den Vordergrund zu schieben. Klar ist, dass Google den meisten Traffic bietet jedoch verstehe ich nicht warum Google es den Leuten immer schwerer macht.

  • @Christopher: Google ist halt auch nur ein Unternehmen. Eindeutig bescheiden für uns „unter dem Radar fliegenden“, aber gut für potentielle Werbekunden und Google.

    Ich sehe es da wie Andreas. Es müssen langfristig, alternative Trafficquellen gesucht werden. Mit gutem Content kann man enorm viele und gute konvertierende Besucherströme aus sozialen Netzwerken etc. holen.

    • Bei Google weiß man schon sehr genau was man tun. Die zusätzliche Anzeige über den Suchergebnissen wird sicher ganz hervorragend funktionieren. Nur ist es bald keine Suchmaschine mehr.
      @Bastian: Ich habe jetzt auch schon sehr gute Erfahrungen mit sozialen Netzwerken als Quelle gemacht. Es geht zwar am Anfang schleppend sich eine Fan-Base aufzubauen, aber wenn es mal halbwegs rollt, bekommt man guten Traffic, der auch lange auf den Seiten verweilt.

  • Hallo Andreas,

    von der der Veränderungen in den Ergebnisseiten habe ich gehört. Hier sieht man aber wieder, wie Google seine Anzeigen in den Vordergrund schieben möchte, was die normalen Suchergebnisse natürlich wieder in den Hintergrund schiebt. Bin gespannt wie sich das ganze Entwickelt.

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