Schielen - Strabismus

NSC’15 #12 – Ein Rückblick auf die Nischenseiten-Challenge

Nischenseiten-Challenge Ziellinie
CC0 - Pixabay
Geschrieben von Andreas Simon

Die Challenge ist seit längerem recht unspektakulär zu Ende gegangen. Ich blicke nun zurück um zu sehen was es gebracht hat, welche Erwartungen wurden erfüllt oder auch nicht und was kann man aus dem Wettbewerb mitnehmen. Zudem schaue ich mir meine eigene Nischenseite genauer an.

Am Anfang ist die Nischenseiten Challenge 2015 mit großer Euphorie gestartet. Laut Peer Wandiger, dem Initiator der Challenge, gab es über 200 Teilnehmer in diesem Jahr. Insgesamt dürften sogar deutlich mehr bis zum Ende durchgehalten haben als im Vorjahr, aber der Elan lies mit den Wochen dennoch merklich nach.

Ich habe meine Ziele verfehlt

Das galt nicht nur für viele der Teilnehmer sondern auch für mich. Nachdem ich mir mein Thema ausgesucht hatte, entstand eine lange Liste mit Ideen und Inhalten, die ich in den 13 Wochen umsetzen wollte. Vor vielen Punkten dieser Liste ist leider noch immer kein Haken gemacht worden. Dies hat in meinem Fall vielfältige Gründe gehabt. Zunächst habe ich viel Zeit durch ein schlechtes Template verloren, dann folgte eine Phase in der mir durch Kundenaufträge die Zeit fehlte kontinuierlich Inhalte zu produzieren und letztendlich sind zwei wichtige Dinge bisher an mangelnder Kooperation Dritter gescheitert. Mit anderen Worten ich habe es absolut nicht geschafft meine Ziele für die Challenge umzusetzen. Dementsprechend liegen meine Einnahmen auch weiterhin bei 0 Euro.

Der aktuelle Stand

Wie man an der Nummer dieses Artikels sehen kann habe ich die Challenge vorzeitig aufgegeben. Da klar war, dass die Seite bis zum Ende der 13 Wochen niemals fertig werden würde habe ich vorübergehend die Arbeiten an der Seite eingestellt und mich dem Umbau des Affiliate Tagebuchs gewidmet um es möglichst bald starten zu können. Bisher sind inhaltlich nur die Bereiche Schielen und Augenpflaster umgesetzt. Es fehlen noch eine ganze Reihe an weiteren Themengebieten. Zu einigen relevanten Keywords klettert die Seite seit dem Einstellen der Arbeiten kontinuierlich nach oben. Es war also gar keine so schlechte Idee der Seite zunächst die Zeit zu geben um von Google eingeordnet zu werden.

Bei der Anzahl und Position der Keywords geht es also weiter aufwärts. Bei den Besuchern hat es sich hingegen etwas eingependelt. Hier ist der Anstieg eher moderat. Bedenkt man aber, dass die Anzahl der Besucher von der Nischenseiten Challenge deutlich abgenommen hat, ist die Entwicklung ebenfalls positiv zu sehen.

Kein Gewinn, aber auch wenig Ausgaben

Finanziell ist das aber kein Beinbruch, denn eine meiner eigenen Vorgaben war, dass ich so wenig wie möglich Ausgeben generiere. Dies ist mir auch gelungen. Für das Hosting und die Domain musste ich nichts bezahlen. Lediglich das später erworbene Premium-Theme hat mich ein paar Euro gekostet.

Den ein oder anderen Euro hätte ich nach über drei Monaten natürlich schon gerne bekommen. Aus finanzieller Sicht war die NSC für mich daher auch eine Enttäuschung. Aber nicht weil ich am Anfang falsche Erwartungen hatte. Ich bin in diesem Bereich ja eher ein Realist und weiß, dass eine Seite so schnell nichts abwirft. Ich bin viel mehr enttäuscht, weil bei einer besseren Umsetzung und mehr Inhalten sicherlich mehr drin gewesen wäre. Da viele geplante Bereiche der Seite bisher nicht existieren konnte ich auch einige Monetarisierungsmöglichkeiten nicht ausschöpfen.

Was hat die Challenge außer Geld gebracht

Auch wenn ich mein Projekt nicht auf den Stand bringen konnte wie es geplant war, sehe ich die Challenge als eine sehr gelungene Aktion an. Neben der eigenen Seite bringt ein solcher Wettbewerb natürlich noch ganz andere Vorteile mit sich.

  • Zum einen die Vernetzung. Durch die Challenge konnte ich gute Kontakte zu einigen anderen Seiten- und Blogbetreibern knüpfen.
  • Erhöhte Aufmerksamkeit. Durch die Wochenberichte im Nischenseiten-Guide und die Verlinkung auf anderen Seite sind auch die Besucherzahlen im Affiliate Tagebuch gestiegen.
  • Neue Erfahrungen. Und einer der wichtigsten Faktoren bei allen neuen Projekten ist die Erfahrung die man sammelt. Egal ob man etwas richtig oder falsch macht, am Ende ist man schlauer. Durch die Challenge konnte man nicht nur aus der eigenen Herangehensweise lernen, sondern aus der von vielen Mitstreitern.

Fazit

Durch die große Zahl der Teilnehmer gab es eine riesige Menge verschiedener Ansätze. Einige haben zwar ein wenig nach Schema F eine Amazon Seite aufgebaut oder sogar Peer´s Weg aus dem letzten Jahr kopiert, es gab aber auch sehr kreative neue Herangehensweisen. Einige Teilnehmer waren mit sehr viel Fleiß und Einsatz dabei und haben hervorragende Seiten generiert.

Auch wenn meine Schielen-Seite oft unter den besten Seiten der Challenge genannt wurde, finde ich sie bisher nicht gelungen, weil sie einfach noch lange nicht fertig ist. Dennoch scheint sie Potenzial zu haben, welches ich in der nächsten Zeit sicherlich weiter entwickeln werde. Auch wenn die Challenge offiziell beendet ist habe ich meine persönliche Ziellinie noch längst nicht erreicht.

Ich würde mir auf jeden Fall im nächsten oder spätestens übernächsten Jahr eine Neuauflage der Challenge wünschen. Alles in allem hat es sehr viel Spaß gemacht aktiv teilzunehmen.

 

Zur Schielen-Seite


In Zahlen

Zeitaufwand insgesamt: 79 Stunden

Ausgaben: 7,50 €
Einnahmen: 0 €


Wochenberichte zur NSC'15:

#0 - Eine neue Nischenseite entsteht
#1 - Die Auswahl der Nische
#2 - Ein Template-Desaster – Also zurück auf Anfang
#2½ - Im zweiten Anlauf geht es besser
#3 - Die Nischenseite ist fast wieder auf Kurs
#4 - Ende Phase eins – die Basis ist gelegt
#5 - OnPage SEO – Die Geschwindigkeit verbessern
#6 - Zielgruppenorientierter Inhalt als Linkbuilding-Maßnahme
#7 - Die Monetarisierung kommt (sehr) langsam in Gang
#8 - Ende Phase zwei – etwas in Verzug
#9 - OffPage SEO – Die Bekanntheit steigern
#10 - Die neue Startseite steht
#11 - Statistik-Update
#12 - Ein Rückblick auf die Nischenseiten-Challenge

Schreib einen Kommentar