WebFaktorei

Schritt 1: Analyse – Welches Potenzial steckt in dem Thema

Die Projektidee
CC0 - Pixabay
Geschrieben von Andreas Simon

Letzte Woche habe ich bereits kurz angerissen worum es in meinem ersten 8-Wochen-Projekt geht. Heute zeige ich, was meine Analyse zum Thema CMS-Themes bzw. Templates ergeben hat und was ich grob für die Seite geplant habe.

Das Thema

Bevor ich dazu komme das Thema auf sein Potenzial hin zu durchleuchten, möchte ich nochmals kurz ausführen worum es beim neuen Projekt geht. Das große Oberthema heißt also CMS-Templates. Hauptsächlich wird es sich aber um WordPress-Themes drehen, wobei wiederum einen großen Teil der Seite ein Empfehlungsbereich einnehmen wird. Konkret werde ich aus der Vielzahl an Premium-Themes aller Anbieter eine technisch und optisch hochwertige Auswahl präsentieren. Ich möchte Seitenbetreibern also ein wenig die oft langwierige Suche nach den Highlights zwischen den tausenden immer gleichen Themes abnehmen. Darüber hinaus wird es aber auch Neuerscheinungen, Hilfestellungen, Tipps und Tricks rund im Themes bzw. Templates geben.

Inhaltlich habe ich eine ganze Menge auf dem Zettel. Kein Wunder wenn man bereits so lange ein Thema im Kopf hat. Näheres dazu schreibe ich dann aber erst wenn es an die Umsetzung geht.

Die Analyse

Man kann es nicht oft genug sagen – ein erfolgreiches Projekt steht und fällt mit dem Seitenthema. Man sollte sich im Vorfeld immer sehr viel Zeit nehmen und sich viele Gedanken machen sowie ausreichende Daten sammeln. Nichts ist deprimierender als viel Zeit und Leidenschaft in ein Projekt zu stecken, dass dann nichts wird. In meinem Fall sind natürlich alle Webseiten, die im Rahmen des Affiliate Tagebuchs entstehen, dazu da, gewisse Dinge in einer Live-Umgebung auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Dennoch ist es immer eine kleine Niederlage, wenn etwas nicht klappt. Selbst dann, wen man ein schlechtes Abschneiden eines Projektes im Vorfeld als Ergebnis erwartet hat.

Wie immer gibt es drei wesentliche Aspekte, die es zu bewerten gilt – Traffic, Konkurrenz und Einnahmemöglichkeiten. Dabei sind alle drei Bereiche gleich gewichtet. Wenn nur ein Aspekt eher negativ zu bewerten ist, wird man es bereits mit einem schweren Unterfangen zu tun haben. Dabei ist egal welcher der drei Faktoren die Erfolgsaussichten limitiert.

Die Analyse zu diesem Projekt habe ich bereits vor etwas über einem Jahr gemacht. Bevor ich mich nun entschlossen habe es endlich anzugehen, musste ich die Werte natürlich nochmals überprüfen. Einiges hat sich im Vergleich sogar verbessert. Ein nicht unerheblicher Negativpunkt hingegen leider nicht.

Traffic (Potenzial)

Ein ganz wichtiger Faktor bei der Wahl eines Themas ist wie immer der mögliche Traffic zu den wichtigsten Keywords, auf die man abzielt. In der Regel lebt man zu einem großen Teil von den Besuchern, die über Google auf die Seite finden. Besonders dann, wenn man möglichst wenig Arbeit in die Seite investieren möchte.

In diesem Fall geht es ja hauptsächlich um WordPress Themes und einige weitere Keywords die mit diesem Thema zusammenhängen. In jedem Fall wird auch die verbreitete Alternative Joomla ein Thema sein und ähnliches. Ich habe eine ganze Menge Begriffe auf ihr Suchvolumen hin überprüft. Wie immer kommt dazu am besten der Google AdWords Keyword Planner zum Einsatz, da die Suchmaschine hier die wichtigsten Kenngrößen preisgibt. Hier eine kleine Auswahl.

Keyword Suchen / Monat Konkurrenz AdWords Preise
WordPress Themes 27.200 Niedrig 0,61€
WordPress Theme 4.400 Niedrig 0,66€
Joomla Templates 19.150 Hoch 1,00€
WordPress 135.000 Niedrig 1,40€
Joomla 40.500 Niedrig 2,88€

Man sieht auf den ersten Blick, dass die Zahl der Suchanfragen sehr hoch sind. Traffic-Potenzial ist also ausreichend vorhanden. Die Klickpreise sind mit durchschnittlich etwa einem Euro halbwegs akzeptabel. Auch wenn man davon nur knapp 60% für einen Klick von Google ausbezahlt bekommt. Einige Nischen-Keywords aus diesem Themenbereich bringen aber noch deutlich höhere AdWords-Preise. Die niedrige Konkurrenzsituation ist hingegen nicht ganz so optimal. Insgesamt kann man mit dem Bereich Traffic allerdings sehr zufrieden sein.

Auch bei Google Trends kann man sehen, dass WordPress in Deutschland immer beliebter wird und die Entwicklung der Suchanfragen deutlich nach oben zeigt. Die Grafik bildet auch ganz eindrucksvoll ab, wie sich die „Machtverhältnisse“ zwischen Joomla und WordPress verändert haben.

Vergleich WordPress Joomla

Google Trendverlauf

Konkurrenz

Der Knackpunkt beim Thema WordPress Themes ist aber definitiv die Konkurrenz. Es gibt natürlich bereits zahlreiche Seiten, die sich um dieses Themengebiet drehen. Da wäre zum einen wordpress.org, wo neben Infos zum CMS auch die kostenlosen Themes beheimatet sind. Dazu kommen Magazine wie t3n sowie die zahlreichen Theme-Anbieter selbst. Davon abgesehen ist die Grundidee meiner Seite selbstverständlich nicht neu. Besonders im englischsprachigen Raum gibt es schon zahlreiche Seiten, welche die Angebote der Themeanbieter spiegeln und von Provisionen leben. Ich werde natürlich versuchen mich von all diesen Konkurrenten abzuheben, dennoch muss man es erstmal schaffen an diesen vorbeizuziehen.

Nach dem absehbaren Scheitern von Geek Apple an einer immensen Konkurrenz weiß ich, wie wichtig dieser Faktor ist. Man darf hier wirklich nicht blauäugig an ein Thema herangehen. Wenn die Zahl der konkurrierenden Seiten zu groß ist, wird man bei Google schlicht in der Masse untergehen. Selbst die traumhaftesten Traffic-Werte helfen nichts, wenn man auf Ergebnisseite 10 steht. Man wird dann absolut keine Besucher abbekommen. Da hilft auch der hochwertigste Content nichts.

Warum wage ich mich also erneut in einen solchen Bereich vor? Zum einen kann man die Konkurrenzsituation nicht wirklich vergleichen. Rund um die Apple-Produkte gibt es nochmal ein deutlich höheres Interesse und damit auch eine Vielzahl mehr Seiten, die etwas von diesem Kuchen abhaben wollen. (Die Grafik zeigt den Vergleich zwischen beiden Themengebieten) Die Konkurrenzsituation im Bereich WordPress Themes ist zwar hoch, aber dennoch eine ganz andere Liga als Apple. Zum andren möchte ich mein Portfolio im Webbereich ergänzen. Mit dem Affiliate Tagebuch decke ich den Marketingbereich ab und im Webdesign Tagebuch dreht sich, wie der Name schon sagt, alles um die Gestaltung im Netz. Das neue Projekt soll mit der Erstellung von Seiten bzw. dem Technikbereich nun den Kreis schließen.

Vergleich WordPress Apple

Unterschied der Suchanfragen

Klar ist, dass ich nicht zu sehr auf Google setzen kann. Auf Platzierungen in den Top 10 werde ich sicherlich lange warten müssen. Ich beabsichtige daher so viel wie möglich auch andere Trafficquellen zu nutzen. Ein paar Ideen hätte ich dafür bereits. Die Frage wird allerdings sein, ob sich alles zeitlich auch umsetzen lässt. Es gibt auf jeden Fall einen Plan B, wenn Google nicht genug Nutzer liefert.

Monetarisierung

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor für eine erfolgreiche Webseite ist auch das Potenzial für die Monetarisierung. Man muss im Vorfeld möglichst viele verschiedene Einnahmemöglichkeiten ausfindig machen. Gute Klickpreise über AdSense sind dabei schon Mal sehr wichtig, da die Anzeigen meiner Erfahrung nach sehr gut funktionieren und eine gute Basis für die Einnahmen darstellt. Das ganz große Geld lässt sich damit natürlich nicht machen. Daher sollte es auch ausreichend viele Partnerprogramme geben, die optimal zum Thema der Seite passen.

In meinem Fall gibt es hier keine Probleme. Der Internetbereich hält ja bekanntlich zahlreiche Partnerprogramme bereit. Da wären zum Beispiel Hostinganbieter, SEO-Tools und vieles mehr. Hauptsächlich werde ich aber natürlich auf die Anbieter der Templates selbst setzen. Ausnahmslos alle großen „Marktplätze“ für Premium-Themes bieten ein eigenes Partnerprogramm an. Dabei sind Provisionen von 30% und mehr keine Seltenheit. Bei Produktpreisen zwischen 50 und 75 Dollar ist dies keine schlechte Vergütung.

Fazit

Im Bereich Traffic und Vermarktung gibt es absolut keine Probleme. Die Konkurrenz wird hingegen erneut eine Herausforderung. Das Projekt wird in jedem Fall kein Selbstläufer. Zudem ist es, auch wenn ich fast komplett auf Affiliate Marketing setzen werde, definitiv keine klassische Nischenseite. Sie wird in der Folge eine Menge Arbeit machen. Das ist aber auch so beabsichtigt, da dieses Projekt eines meiner größeren Standbeine werden soll. Vorausgesetzt es läuft halbwegs so wie ich es mir vorstelle.

Ausblick

In den kommenden Wochen wird sich nun viel um den Aufbau und die Gestaltung der Grundseite drehen. Sobald es etwas zu zeigen gibt werde ich auch die Domain bekanntgeben, damit man die Entwicklung live verfolgen kann. Bis dahin wird aber noch etwas Zeit vergehen, da ich beim Design ja bekanntlich sehr perfektionistisch veranlagt bin. Bevor ich nicht zu 100% mit der Optik zufrieden bin, geht bei mir nichts in Netz. Ich bin aber schon auf einem guten Weg. Dazu dann mehr im nächsten Bericht.


Die bisherigen Artikel zur Entwicklung von WebFaktorei:

Schon lange geplant – jetzt beginnt endlich die Umsetzung
Schritt 1: Analyse – Welches Potenzial steckt in dem Thema
Schritt 2: Ein Grundkonzept erstellen
Schritt 3: Design – Meine 7 Template-Auswahlkriterien
Schritt 4: Inhalt erstellen – „Content is king“
Schritt 5: Die Monetarisierung koordinieren
Schritt 6: Ohne Fleiß kein Preis – Neue Inhalte erstellen