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Tsu – Mein abschließender Erfahrungsbericht

Tsu Erfahrungsbericht
Geschrieben von Andreas Simon

Als die Meldung über das neue soziale Netzwerk Tsu im Netz aufkam schien es wie ein vielversprechendes System um den großen der Branche Konkurrenz zu machen. Die Nutzer an den Einnahmen zu beteiligen wenn sie Beiträge schreiben hätte ein Lockmittel sein können. Es hat sich aber letztendlich gezeigt, dass Geld keine User von Facebook und Co abziehen kann.

Nach einigen Monaten habe ich mich mal wieder in meinen Account bei Tsu eingeloggt und musste feststellen, dass sich außer jeder menge Spam auf meiner Seite nichts getan hatte. Der Finanzstatus ist seit meinen letzten Besuch vor Wochen um sage und schreibe einen Cent angestiegen. Ich hatte ja schon in meiner ersten Bilanz knapp zwei Wochen nach dem Start des sozialen Netzwerks den Eindruck geschildert, dass dieses Geschäftsmodell wohl nichts werden wird. Und genau so ist es offenbar auch.

Im Prinzip hat die Verlockung mit dem bloßer Schreiben, Liken und Teilen Geld zu verdienen nur solche Leute angezogen, die mit massenhaftem Spam kassieren wollten. Zudem gab es innerhalb weniger Tage tausende Fake-Accounts mit denen einige versuchten sich selbst Geld zuzuschieben. Es war also sehr schnell klar, dass diesem Netzwerk wohl keine rosige Zukunft bevorstehen wird.

Da mein Test von Tsu also abschließend durchweg negativ ausfällt, habe ich die Links auf allen meinen Projekten entfernt. Die Accounts laufen allerdings noch, falls jemand dennoch einen Zugang haben möchte kann er gerne meinen Link als Einladung verwenden. Es lohnt sich allerdings nicht.

Es kann nur einen geben?

Nach dem nun also die neuen Sprösslinge der letzten Monate Ello und Tsu offensichtlich nicht ins laufen kommen, ehemalige Konkurrenten wie das StudiVZ in der Versenkung verschwunden sind und selbst eine Riese wie Google+ den Durchbruch nie geschafft hat stellt sich also die Frage ob es überhaupt eine echte Alternative zum übermächtigen Facebook geben kann.

Bei den Jugendlichen ist es angeblich zwar nicht mehr so beliebt, aber die legen ihr Leben dafür jetzt lieber in Bildern der Welt offen – bei Instagram, Facebooks kleinem Bruder.

Ich denke nicht, dass sehr bald ein echter Konkurrent auftauchen wird. Um dies zu erreichen müsst ein neues Netzwerk das schaffen, was Facebook erreicht hat, nämlich jeden mit einem Internetzugang als Nutzer zu gewinnen. Das gleiche sieht man ja bei den Messengern. Wie viele sind schon angetreten um WhatsApp (übrigens auch mittlerweile Facebook) abzulösen. Technisch werden viele davon weit überlegen gewesen sein, aber wenn eben nicht alle Freunde in der jeweiligen Kontaktliste stehen, dann wird es halt nichts. Auch Facebook ist beim Thema Datenschutz, Technik und Optik sicher nicht ganz vorne. Was die Nutzerzahlen angeht bleibt es aber eine Bank. Auch wenn viele behaupten die Zeit der sozialen Netzwerke sei abgelaufen, mit Facebook lässt sich immer noch eine Menge Traffic generieren. Und damit natürlich auch Einnahmen für Affiliates.

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