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We are 8 – Geld verdienen im sozialen Netzwerk

8 social network
Geschrieben von Andreas Simon

Es klingt etwas nach einem Déjà-vu. Geld durch Beiträge in einem Social Network verdienen, das hatte doch auch schon Tsu versprochen. Jetzt gibt es wieder eine neue Seite, die mit einem ähnlichen Geschäftsmodell Nutzer gewinnen will und so Attacke auf Facebook, Twitter und Co. blasen will. Ich habe mir das in einer geschlossenen Beta-Phase befindliche Netzwerk mal angesehen und gebe ein erstes Fazit.

Wie viele Netzwerke braucht es noch?

Man hat schon viele soziale Netzwerke kommen und gehen sehen. Bisher haben sich neben Facebook fast keine von ihnen etablieren können. Wenn dann nur durch wirklich herausragende Alleinstellungsmerkmale. So zum Beispiel der für schnelle Kurznachrichten gedachte Dienst Twitter oder Instagram um Bilder schnell und einfach zu bearbeiten und zu teilen. Danach wird es aber auch schon mau. Selbst Google+ läuft im Vergleich nicht wirklich gut. Der ganz große Boom scheint ohnehin vorbei zu sein. Selbst Facebook wächst nicht mehr so rasant. Braucht es also wirklich noch weitere Netzwerke?

We are 8 geht an den Start

Offenbar schon, denn nun ist ein weiteres Exemplar gestartet. Das Netzwerk nennt sich schlicht und einfach „8“. Wobei offensichtlich nicht die Acht gemeint ist sondern vielmehr das Unendlichkeitssymbol. Der Slogan dazu lautet „We are 8“. Und ganz sicher soll nicht bei Acht Schluss sein.

Was genau das Besondere an 8 sein soll ließ sich aus bisherigen Berichten nicht wirklich herauslesen. Aber ein spezielles Merkmal soll 8 haben und das hat natürlich meine Aufmerksamkeit erregt. Den Nutzern wird eine Beteiligung von bis zu 80% an den Werbeeinnahmen versprochen. Schon wieder? Erst kürzlich war doch schon der Facebook-Klon „Tsu“ gestartet, dessen einziges Alleinstellungsmerkmal das Geschäftsmodell war bzw. ist. Nutzer sollten durch Beiträge Geld verdienen. Nach einem längeren Test konnte ich ja leider nur feststellen, dass sich hier nicht wirklich Geld machen lässt.

Hat 8 da nun bessere Erfolgschancen? Ich bin da eher skeptisch. Aber ebenso bin ich neugierig auf das Netzwerk. Aktuell befindet sich das Projekt allerdings in einer geschlossenen Testphase. Man muss sich für einen Zugang bewerben. Um mir selbst ein Bild zu machen, habe ich dies natürlich getan. Und die Bestätigung kam erstaunlich schnell. Nach nur wenigen Stunden wurde ich eingeladen dem Netzwerk beizutreten.

Was hat 8 was andere nicht haben?

Die eigentliche Anmeldung ging dann ganz schnell. Im Anschluss kann man dann auch nicht viel machen, denn viele Einstellungen oder Möglichkeiten sein Profil zu bearbeiten gibt es nicht. Ebenso gibt es nicht wirklich viel zu entdecken, denn sonderlich viele Nutzer hat 8 scheinbar noch nicht. Lediglich ein paar Promis wie Usher oder Jamie Oliver sind zu „entdecken“. Allerdings steht auf deren Profilen auch nicht viel. Die Namen scheinen eher eingekauft zu sein um dem Netzwerk zu einem guten Start zu verhelfen. Warum ich ganz zu Beginn verschiedene Interessengebiete auswählen sollte erschließt sich auf den ersten Blick auch nicht. Denn solange man keiner Person folgt wird auf der eigenen Seite nichts angezeigt.

8-Profil von Jamie OliverAuch die Funktionalität ist nicht sehr umfangreich. Im Prinzip dreht sich alles nur darum Dinge mitzuteilen und anderen zu folgen. In seine Posts lassen sich neben dem Text auch Bilder, Videos, Audiodateien und Links einbetten. Daraus lassen sich dann offenbar Galerien und Videokanäle zusammenstellen. Zumindest wurde dies zum Beispiel im Profil von Jamie Oliver sehr umfangreich getan.

Der eigentliche Teil, mit dem man Geld verdienen kann, ist offenbar noch nicht fertig gestellt. Oder aber er ist für neue Nutzer nicht gleich zugänglich. Im Gegensatz zu Tsu, wo man mit jeder Interaktion verdienen soll, läuft die Monetarisierung hier über Anzeigen. Jeder Nutzer, egal ob Promi oder Normalo, wird die Möglichkeit bekommen Werbeanzeigen in sein Profil zu integrieren und erhält 80% der Einnahmen ausgezahlt. Das klingt auf jeden Fall verlockend. Sofern aber nicht plötzlich ein riesiger Nutzerzulauf eintritt wird das Konzept nur leider auch hier sicher nicht aufgehen. Denn bisher sieht es mit Nutzern wie gesagt eher mau aus.

MySpace 2.0?

Insgesamt wirkt 8 für mich ein wenig wie ein neu aufgelegtes MySpace. Es könnte durchaus ein schöner Ort für Schauspieler, Sänger, Bands und andere Prominente sein um sich zu präsentieren. Im Gegensatz zu Facebook gäbe es durch die Werbeanzeigen für hoch frequentierte Profile eine direkte Einnahmequelle. Und auch für Fans könnte es ein netter Ort sein um den eigenen Idolen zu folgen. Ähnliches gab es aber eben schon bei MySpace, das durch den Aufstieg von Facebook von der Bildfläche verschwunden ist.

Immerhin ist die Optik der Seite sehr gut gelungen. Alles ist sehr reduziert und funktional. Zudem wirkt die überwiegend schwarze Gestaltung edel und hebt sich von den anderen Konkurrenten ab. Im Detail erinnert es allerdings sehr an eine Mischung aus Twitter, YouTube und Google+. Von jedem wurde ein wenig abgekupfert und in dunkle Farben getaucht.

Fazit

Zurück also zur Eingangsfrage – Braucht es wirklich noch weitere soziale Netzwerke? Und hat die Welt wirklich auf 8 gewartet? Ich denke nicht. Wie auch bei Tsu ist das verlockendste die Möglichkeit direkt am Erfolg des Netzwerks mitzuverdienen. Wirkliche Neuerungen oder gar Vorteile gegenüber den etablierten Platzhirschen kann ich nicht finden. Daher wird sich 8 ebenso wenig durchsetzen wie viele andere Neulinge in der Branche. Und ohne Nutzer wird das Konzept nicht aufgehen. Keine Nutzer – keine Werbepartner – kein Gewinn.

1 Kommentar

  • Habe mich auch mal umgeschaut und muß sagen es ist nix besonderes und wenn es ums Geld geht ist das immer so eine Sache. Das wird wohl nix werden mit Geld verdienen im Netzwek. Dann doch besser mit Videos bei YouTube Geld machen.